Jeder zweite Fliesenleger in Deutschland hat eine Einwanderungsgeschichte.

Jeder zweite Fliesenleger in Deutschland hat eine Einwanderungsgeschichte. (Foto: © Jean-Marie Guyon/123RF.com)

Vorlesen:

Fachkräftemangel: Einwanderer im Handwerk unverzichtbar

Betriebsführung

Zwei von drei Beschäftigten im Aus- und Trockenbau haben eine Einwanderungsgeschichte, genau wie jeder zweite Fliesenleger. Auch in anderen Berufen sind Einwanderer unverzichtbar. Zahlen dazu hat das Statistische Bundesamt.

In Berufen mit Fachkräftemangel - von Handwerk bis Gastronomie - sind Beschäftigte mit Einwanderungsgeschichte überdurchschnittlich stark vertreten. So hatten zwei von drei (67 Prozent) Beschäftigten im Aus- und Trockenbau 2023 eine Einwanderungsgeschichte, genau wie jeder zweite Fliesenleger. Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. 

Auch in der Lebensmittelherstellung hat mehr als die Hälfte der Beschäftigten eine Einwanderungsgeschichte. Im Bäcker- und im Konditorenhandwerk sind es 44 Prozent. Überdurchschnittlich hoch war der Anteil auch in der Berufsgruppe Bus- und Straßenbahnfahrer (46 Prozent) sowie unter Servicekräften in der Gastronomie (45 Prozent).

In der Gesamtwirtschaft hatte gut ein Viertel (26 Prozent) aller Beschäftigten eine Einwanderungsgeschichte. Das bedeutet, er oder sie war also selbst seit dem Jahr 1950 nach Deutschland eingewandert oder beide Elternteile waren seither zugewandert.

Einwanderer auch im Metallbau und in der Elektrotechnik stark vertreten

In sogenannten Engpassberufen herrscht oder droht laut Engpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit (BA) ein Fachkräftemangel. Knapp ein Drittel der Beschäftigten in der Altenpflege hat eine Einwanderungsgeschichte. Deutlich über dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt liegt der Anteil auch in der Fleischverarbeitung (42 Prozent), im Verkauf von Lebensmitteln (41 Prozent), bei Berufskraftfahrern im Güterverkehr (37 Prozent)  sowie im Metallbau oder der Elektrotechnik (je 30 Prozent). 

Das könnte Sie auch interessieren:

Den Engpassberuf mit dem geringsten Anteil an Beschäftigten mit Einwanderungsgeschichte stellten Versicherungskaufleute dar (13 Prozent).

Quelle: Destatis

DHB jetzt auch digital!Einfach hier klicken und für das digitale DHB registrieren!

Text: / handwerksblatt.de

Das könnte Sie auch interessieren: