Nachhaltigkeit und KI prägen die ISH 2025
Mehr Nachhaltigkeit, der bessere Umgang mit den vorhandenen Ressourcen und der Einsatz regenerativer Energien stehen im Fokus der ISH 2025. Der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) kann dabei eine wertvolle Unterstützung sein.
Dieser Artikel gehört zum Themen-Special Messen für das Handwerk
Der Bau von Gebäuden und Infrastruktur hat einen großen Einfluss auf Umwelt und Klima. Bei der Bewältigung der aktuellen Aufgaben zum Erhalt der Umwelt bietet die intelligente Steuerung von Energie, Wasser und Luft durch Künstliche Intelligenz (KI) großes Potenzial. Die Anwendungen können langfristig ökologische und ökonomische Vorteile erzielen.
Auf der ISH 2025, der Weltleitmesse für Wasser, Wärme und Luft, die vom 17. bis 21. März 2025 in Frankfurt stattfindet, präsentieren rund 2.000 nationale und internationale Aussteller innovative Technologien und Trends für die gebaute Welt der Zukunft. Das Angebot auf den 19 belegten Hallenebenen reicht von effizientem Wassermanagement, modernem Baddesign und Fassadenbegrünung über nachhaltige Heizungs- und Klimatechnik bis hin zu smarter Gebäudetechnik und Energiemanagementsystemen. Etwa 70 Prozent der Aussteller kommen aus dem Ausland.
Künstliche Intelligenz als Erfolgsgarant
Unter dem Motto "Lösungen für eine nachhaltige Zukunft" stellt die ISH 2025 in den Mittelpunkt, was die SHK-Branche bewegt: umweltfreundliche Wärmeerzeugung, ein bewusster Umgang mit Wasser sowie hygienisch saubere Luft. Als internationale Plattform für technische Innovationen spielt die ISH eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung der Branche. Besonders Künstliche Intelligenz (KI) ist entscheidend, um die wachsenden Anforderungen an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit zu erfüllen. Christian Schlicht, Wirtschaftsingenieur und Experte für Corporate Real Estate Management und Facility Management, fasst es wie folgt zusammen: "KI in der Gebäudetechnik ist wie ein Meisterdirigent eines Orchesters. Sie harmonisiert die vielfältigen Systeme und Gewerke eines Gebäudes, liest die Datenpartitur in Echtzeit und stimmt jedes Element präzise ab. Das Ergebnis ist eine Sinfonie aus Effizienz, Komfort und Nachhaltigkeit, die perfekt auf unsere Bedürfnisse und die Umwelt abgestimmt ist."
Durch den Einsatz von KI-basierten Systemen lassen sich komplexe Gebäudeanlagen intelligent steuern und überwachen. KI analysiert große Datenmengen in Echtzeit, erkennt Optimierungspotenziale und passt automatisch den Betrieb an, um den Energieverbrauch zu minimieren und Kosten zu senken. Zudem ermöglicht KI die nahtlose Integration von erneuerbaren Energien und verbessert durch Predictive Maintenance die Wartungsprozesse, was die Langlebigkeit und Zuverlässigkeit der Anlagen erhöht. Damit bieten KI-basierte Lösungen eine ganzheitliche und zukunftsfähige Grundlage für den nachhaltigen Betrieb von Gebäuden und heben Komfort, Sicherheit und Umweltfreundlichkeit in der Gebäudetechnik auf ein neues Niveau.
Acht Lösungsfelder weisen die Richtung
Die Themen der SHK-Branche spiegeln sich in der Messegestaltung wider. 2025 öffnet die Innovationsschau mit neuer Veranstaltungsstruktur. Die Basis dafür sind die Interessen und Bedürfnisse der Besuchenden. Kern sind acht neue Lösungsfelder und deren Anwendungsbereiche, die für schnelle Orientierung sorgen sollen: Für moderne Gebäude spielen wasserführende Systeme eine zentrale Rolle. Dazu gehört sowohl die Trinkwasserversorgung, der Heizkreislauf als auch die Nutzung von Betriebs- und Regenwasser sowie die Entwässerung. Bei der Wärmeerzeugung gibt es eine Vielzahl von Optionen, die auf Effizienz, Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit einzahlen. Zu den Lösungen zählen strom-, biomassen-, gas-, flüssigkeitsbasierte Heizsysteme sowie Nah- und Fernwärme. Die Vernetzung von Geräten und Systemen innerhalb von Häusern und Gebäuden erfolgt durch Lösungen für intelligente Gebäudesteuerung. Sie zielen auf Energieeffizienz, Wohnkomfort und Sicherheit ab.
Ein weiterer Baustein für das moderne Gebäude sind Klima-, Lüftungsgeräte und -anlagen. Sie sorgen für eine hohe Qualität der Raumluft, um je nach Anforderung verschiedener Gebäudetypen die optimale Qualität herzustellen. Sowohl in öffentlichen als auch in privaten Sanitärräumen steht neben dem Anspruch an Design und Barrierefreiheit zunehmend das Thema Nachhaltigkeit im Vordergrund. Wasser- und energiesparende sowie leicht zu montierende Sanitärinstallationen leisten hier einen entscheidenden Beitrag, wie auch intelligente und wassersparende Sanitärprodukte. Geht es um die Herstellung von SHK-Produkten, ist eine umfassende Palette von qualitativ hochwertigen Komponenten erforderlich. Diese muss den spezifischen Anforderungen der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik gerecht werden. Auch dafür bieten die Experten auf der ISH ein riesiges Angebot. Ebenso grundlegend für alle Bauprojekte sind effiziente Lösungen für die Installation. Dafür spielen modernste Werkzeuge, effiziente Lager- und Transportkonzepte sowie die neuesten Entwicklungen in der industriellen Vorfertigung eine wichtige Rolle. Softwarelösungen unterstützen den Handwerker bei der Betriebsführung. Auf der ISH umfasst das Spektrum Planungssoftware für Neubau und Bestand, Bürosoftware und Software für Gebäudemanagement.
Building Future Conference: Nachhaltigkeit und Digitalisierung als zentrale Themen
Die hochkarätig besetzte "Building Future Conference" im Portalhaus der Messe Frankfurt ist vom 17. bis 20. März 2025 Treffpunkt für Fachleute aus Politik und Kommunen, der Immobilien- und Wohnungswirtschaft, Energieversorger sowie für Planer, Architekten und Projektentwickler. Ziel der Konferenz ist es, gemeinsam Strategien zu entwickeln, die nachhaltige Bau- und Energiekonzepte voranbringen und somit einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz und zur Ressourcenschonung leisten.
Die Building Future Conference wird von der Messe Frankfurt gemeinsam mit den Partnern Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH), dem Fachverband Gebäude-Klima (FGK) der VdZ - Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie e.V., dem Zentralverband Sanitär, Heizung, Klima (ZVSHK) und weiteren Branchenverbänden auf nationaler sowie internationaler Ebene organisiert.
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Text:
Claudia Stemick /
handwerksblatt.de
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